Thesen zur Massenpsychologie des Kinos
Leider erst nachträglich stelle ich die Thesen zur Massenpsychologie des Kinos von Sonja Witte, die wir im März diskutiert haben, auf das blog:
Leider erst nachträglich stelle ich die Thesen zur Massenpsychologie des Kinos von Sonja Witte, die wir im März diskutiert haben, auf das blog:
Liebe TeilnehmerInnen,
Hier noch einmal mein Zepf-Dokument…
Viele Grüße,
Bernd Nitzschke hat zahlreiche seiner Texte im Netz veröffentlicht (http://www.werkblatt.at/nitzschke/start.html). Für unsere Diskussion des Triebbegriffs halte ich besonders zwei Texte für interessant:
Die Bedeutung der Sexualität im Werk Sigmund Freuds
Der historische Hintergrund der Beziehungen zwischen akademischer Psychologie und Psychoanalyse
Im ersten Text setzt sich Nitzschke sehr detailiert mit dem freudschen Begriff der Sexualität und damit mit dem Begriff des Sexualtriebs, auseinander - sehr spannend so lange er dicht bei Freud bleibt. Im zweiten Text wird deutlich wie weitgehend Freud die Psychoanalyse als Psychologie verstanden hat und wie tiefgreifend zugleich die Differenzen zur akademischen Psychologie waren und sind.
Liebe ForumsteilnehmerInnen,
wie versprochen, stelle ich hiermit mein Referat über den Triebbegriff Lorenzers ins Netz. Es ist jedoch unvollständig und ich muss gestehen, dass ich z.Z. weder Zeit noch Lust habe es bis zum Ende auszuformulieren. Ich denke es dürfte genügen, wenn ich die Argumentation beim nächsten Treffen fort führe. Es fehlen die Diskussion des Kraftbegriffs, der Methode Lorenzers, des frühen Lorenzers, als auch Lorenzers Selbsteinschätzung Kritische Theorie zu betreiben. Ich werde hierfür bis zum nächsten Mal ein paar Zitate zusammen stellen.
Der Text: Sachvorstellung Erinnerungsspur Trieb
Da ich auf einen Vortrag von Christine Zunke (Das Gehirn als Material und Idee) bezug nehme, hier der Vortrag: gg.doc
Auf meine Anfrage nach der Bitte von Lars, den erwähnten Text von Peter Schneider hier reinzustellen, bekam ich von demselbem die folgenden vier Texte (alle zum Thema), von denen ich ja nur den einen gelesen habe und die ich auf die schnelle leider nur grob folgendermassen sortieren kann: Der erste Text gibt in der Fussnote auf der ersten Seite die Quellenangaben der anderen und stellt sich dort als “Zusammenfassung” der dortigen Gedanken vor; der letzte ist der von mir erwähnte, leider nicht in der letzten Fassung, weswegen gegenüber der Publikation der dortige erste Abschnitt fehlt.
Psychoanalyse und Neurowissenschaften: Inkompatibilität!
Freud und das Konzept der psychischen Lokalität
Unter http://www.psychoanalyse-aktuell.de/wissenschaft/neurowissenschaft.html ist ein Artikel von Marianne Leuzinger-Bohleber zum “Dialog” zwischen Neurowissenschaften und Psychoanalyse erschienen. Sie referiert zunächst die Geschichte dieses Dialogs und hält diesen prinzipiell für fruchtbar. Lorenzer bestimmt sie als einen Vorreiter des aktuellen Diskurses. Gegen Ende des Artikels warnt sie jedoch mit einem Zitat von Michael Hagner vor einer Verflachung des Denkens und des Erforschens des “psychischen Lebens” durch das Paradigma der Bildgebendenverfahren.
Auch in diesem Artikel wird mir nicht deutlich, worin der Erkenntnisgewinn für die Psychoanalyse besteht. Das einzige Beispiel ist die Länge der Zeit (bzw. das Durcharbeiten), die die Analyse bedarf um psychische Strukturen zu ändern. Hier gewährt die Neurowissenschaft scheinbar Rückendeckung in dem sie belegt, dass sich die physiologischen Korrelate nicht schlagartig zu ändern vermögen. Die Neurowissenschaften werden hierbei als eine Art objektiver Maßstab präsentiert, mit dem sich die Psychoanalyse als kompatibel zu erweisen hat.
Ansonsten finde ich es erwähnenswert, dass die Fokussierung auf Hirnstrukturen zu einem linearen Verständnis der Zeitlichkeit zu führen scheint. Frühkindliche Erfahrungen prägen Hirnstrukturen, die sich schwerlich ändern lassen und die sozusagen an sich das weitere Leben determinieren. Dieses Verständnis von Zeitlichkeit, mit dem sich keinerlei Nachträglichkeit denken lässt, findet sich übrigens auch schon in Lorenzers Konzept der leiblichen Engramme/Interaktionsformen.
Bin gerade nebenbei gestossen auf einen Text von Peter Schneider, der sich den "Furor des Lokalisierens" (Mittelweg 36, 11, 1 (feb 2002), 77-91), einen wohl nicht unwesentlichen Aspekt der Hirnforschung, vornimmt. U.a. mit dem Befund, mit der Vorstellung eindeutiger Lokalisierbarkeit kehrt sie zu Positionen zurück, die Freud nicht einfach fremd sind, sondern die er auf dem Weg zur Psa dezidiert überwunden hat (die Hoden der Aale finden…). Vielleicht muss die Psa ja dafür (wieder) hochgehalten werden, damit man sich an einer an ihr angelegten Regressionslinie der Theorieentwicklung orientieren kann (sich die Hirnforschung selbst dort lokalisieren kann). (Womit hat Freud sich eigentlich etwa um 1860 beschäftigt, nur damit man weiß, wohin die Reise geht?) Eine, wie mir scheint, einschlägige Freud-Stelle zu diesem Thema findet sich übrigens in "Das Unbewusste" (GW X, 273f.).
Anbei eine gänzlich antipsychoanalytische Kritik an der Hirnforschung von Freerk Huisken. Ich habe den Text noch nicht ganz durchgearbeitet. Die Einleitung ist einigermaßen ärgerlich, da Huisken die Hirnforschung als die Radikalisierung der Psychoanalyse darstellt. Ab Punkt 2 ("Paradoxa und ihre scheinbare Auflösung"
wird es spannend. Huisken rechnet Roth einige erkenntnistheoretische Paradoxa vor. Die Argumente sind, um im Jargon zu bleiben, "einleuchtend". Huisken setzt den freien Willen absolut, aber ich halte dies für eine bewußtseinsphilosophische Position, an der psychoanalytische Kritik ansetzen kann.
http://www.fhuisken.de/hirn.htm
posted von Lars Lippmann
Hier der direkte Link zu dem Roth Text, den wir am 07.07.06 besprechen wollen:
http://www.lptw.de/index.php?id=20
posted von Lars Lippmann