Auch wenn die website schon den meisten ForumsteilnehmerInnen bekannt sein dürfte, so möchte hier nochmal auf die website der Tagung “Erinnerungsspuren - Überlebsel aus den Anfängen der Psychoanalyse” aufmerksam machen. Die Tagung findet vom 08.-10.12.06 in Bremen statt.
Aus der Ankündigung: “Anlässlich des 150. Geburtstages des Begründers der Psychoanalyse soll diese Tagung Gelegenheit bieten, 110 Jahre psychoanalytische Theoriebildung vor dem Hintergrund aktueller Fragestellungen kritisch zu hinterfragen. Der Brief, den Sigmund Freud am 6.12.1896 an Wilhelm Fließ schrieb, bietet sich dabei in besonderer Weise an, auch wenn die Idee auf den ersten Blick exzentrisch scheinen mag….”
http://www.erinnerungsspuren.org/
Ich möchte hiermit alle ForumsteilnehmerInnen dazu einladen, an dem blog “Trieb und Spiel - Psychoanalyse und Game Studies” (http://triebundspiel.wordpress.com/) mitzuarbeiten. Das blog soll sich in erste Linie um Psychoanalyse und Computerspiele drehen, doch sind auch posts zu Kulturanalyse, psychoanalytischer Methode oder Kulturindustrie, bzw. Populärkultur, herzlich willkommen. Es reicht ein vorhandener wordpress account und eine mail an mich, damit ich eine Berechtigung zum Posten freischalte.
Zur Vorbereitung des nächsten Treffens habe ich ausführlich google konsultiert und nach Beiträgen zur Triebtheorie von Freud, Laplanche und Lorenzer recherchiert (der vierte Autor, den wir besprechen wollten, ist mir leider entfallen). Das Ergebnis sieht einigermaßen traurig aus. Zwar gibt es eine Unmenge von Bezügen zur freudschen Triebtheorie, aber kaum einen Text, der sich ausführlich mit der freudschen Triebtheorie beschäftigt. Die wenigen Übersichtstexte interpretieren Freud entweder biologistisch, wie z.B. http://de.wikipedia.org/wiki/Triebtheorie oder wenden sich von Freud ab (ein kleines Kuriosum: Karol Wojtyłas Kritik an Freuds Libidobegriff). Zu Lorenzers Triebtheorie habe ich auch keine ausführlichere Erläuterung gefunden (außer im Mix-up mit Reichs Orgon-theorie: Grundlagen der Sexualität (pdf)). Interessant scheint mir das Buch “Freud und das sexuelle: Neue psychoanalytische und sexualwissenschaftliche Perspektiven”, das von Ilka Quindeau und Volkmar Sigusch herausgegeben wurde, zu sein. In den Artikel von Peter Passet “Ein psychoanalytisches Wiederlesen der >>Drei Abhandlungen<<” kann man in google-books reinlesen (google books: Freud und das sexuelle). Also, falls jemand spannende Links, Literaturtips oder gar eigene Texte zum Triebbegriff (zur Abgrenzung wären auch Wunsch und Begehren sehr interessant) hat, dann einfach posten.